Gesundheits- und Leistungszentrum für Pferde Physiotherapeutische Praxis für Pferde (FN)
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Traumatologie und Rehabilitation

Primum nihil nocere

Zuerst einmal nicht schaden

Hippokratischer Grundsatz

Die Traumatologie oder auch Unfallheilkunde beschäftigt sich mit Unfall- und Verletzungsfolgen. Nach einem Unfall oder einer Verletzung sollte zunächst eine Diagnose gestellt werden, um anschließend eine angepasste Behandlung einleiten zu können. Auch ermöglicht eine exakte Diagnose eine genauere prognostische Einschätzung hinsichtlich der weiteren Nutzung des Pferdes.

 

Immer wieder erlebe ich in meiner Praxis, daß Verletzungen mit eindeutiger Gangbildstörung, also einer Lahmheit nicht dem Tierarzt vorgestellt werden und der Verdacht der Pferdebesitzer oder Reitlehrer auf Rückenprobleme, Schulterprobleme oder Kreuzdarmbeinprobleme geäußert wird. Bedenkt man jedoch, daß die meisten Lahmheiten an den Vorderbeinen ihre Ursache haben, ist diese Verdachtsdiagnose oft nicht angebracht und führt oft zu unnötigen Behandlungsversuchen mit hohem zeitlichem und finanziellem Aufwand. Oft treten in Folge des nicht erkannten Primärproblems Überbelastungen an anderen Strukturen auf. Bei auftretenden Gangbildstörungen sollte also immer berücksichtigt werden, daß der Großteil der Lahmheiten die Vorhand betrifft. 95% der Vorhandlahmheiten haben wiederum ihre Ursache im distalen Bereich der Gliedmaße, also im Bereich der Zehen bis zum Karpalgelenk (Vorderfußwurzelgelenk). Vorhand- und Hinterhandlahmheiten stehen in einem Verhältnis 3:1. An der Hinterhand auftretende Lahmheiten betreffen etwa zu 80% das Sprunggelenk oder das Knie.

Der Begriff Rehabilitation steht für Wiederherstellung einer Fähigkeit oder der Unversehrtheit. Aus meiner Sicht als Physiotherapeutin bedeutet das hauptsächlich das Pferd in den verschiedenen Heilungsphasen zu betreuen und rezidivierende Verletzungen (Rückfälle) zu verhindern.

Dazu benötigt man ein Behandlungskonzept. Diese Konzept muß in jedem Fall dem Pferd und seiner Verletzung, sowie dem Pferdebesitzer und seinen Möglichkeiten angepasst sein. Ein Konzept mit System aber nicht nach Schema F, um ein optimales Ergebnis zu erlangen. Dabei geht es mir vorrangig um die langfristige Gesunderhaltung und sekundär um die schnelle Wiedereingliederung in den Sport. Die besten Ergebnisse werden mit guter Teamarbeit erzielt.

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